Reisebericht Irland 2015 - Ein Bericht über Sonne und Regen und Schafe und Wind...

Zwei Wochen mit dem Camper durch das windige und regnerische Irland. Von Dublin aus durch die Counties Wichlow, Wexford, Waterford, Cork, Kerry und Clare bis nach Galway und zurück. Die schönsten Sehenswürdigkeiten entlang des Wild Atlantic Way und im Killarney Nationalpark.

Bild: Karte Irland Reiseroute

Für diesen Trip nach Irland hatte ich nicht viel Zeit um zu planen, die Idee dazu kam recht spontan da noch ein paar Urlaubstage zu verplanen waren. Und weil ich stürmische und regnerische Inseln ja gern hab also diesmal auf die grüne Insel. Gebucht habe ich erst eine Woche bevor es losging, dadurch war der Flug auch relativ teuer, wenn man rechtzeitig bucht bekommt man sicher super günstige Flüge mit Aer Lingus oder anderen Fluglinien.

 

Um meine Reiseroute nicht von Hotels oder Hostels abhängig zu machen hab ich mir wieder einen kleinen Camper gebucht, diesmal von Spaceship Campers. Jetzt denken viele sicher Campen in Irland?!? Is die wahnsinnig? Da regnet es doch ständig?? Hmm... naja... da is schon was dran... Aber ganz so schlimm war`s nicht, alles zu dem Thema Camping in Irland findet ihr hier → Campingplätze & Hostels.

Da ich ja nicht wirklich einen Plan hatte mit Orten zu denen ich unbedingt wollte hab ich mich einfach mal treiben lassen und bin den Schildern mit den Sehenswürdigkeiten nachfahren und hab angehalten wo es mir gefallen hat (und das Wetter gut war). Das ist eine wirklich entspannte Art zu Reisen und kann ich nur empfehlen.

 

Meine Reiseroute:

 

01 Tag:   Anreise Nachts und Übernachtung im Jakobs Inn Hostel in Dublin.

02 Tag:   Mit dem Bus nach Navan und Abholung des Campers → Fahrt Richtung Süden über Sally`s Gap und Glenmacnass Wasserfall nach Glendalough

               in den Wicklow Mountains. Übernachtung auf Campingplatz in Redcross.

03 Tag:   Fahrt nach Ferns und weiter zu einem Aussichtspunkt im JFK Memorial Park bei New Ross. Weiter zum Hook Lighthouse und weiter nach

               Westen bis Tramore. Übernachtung auf dem Campingplatz FitzMaurice`s.

04 Tag:   Mahon Falls und fahrt nach Cork und anschließend an der Küste entlang nach Süden. Bei Ross Carbery auf den Wild Atlantic Way zum Drombeg

               Stone Circle. Weiter nach Skibbereen und Übernachtung auf dem Hideaway Camping & Caravan Park.

05 Tag:   Fahrt nach Mizen Head und anschließend auf den Ring of Beara. Stop an der Seilbahn nach Dursey Island. Anschließend bei dem Lough Cloonee

               abgebogen zum Uragh Stone Circle. Übernachtung bei dem Beara Camping.

06 Tag:   Fahrt nach Killarney in die Stadt und anschließend zum Ross Castle. Übernachtung auf dem Flesk Campingplatz.

07 Tag:   Killarney National Park → Muckross House und Muckross Abbey, Torc Wasserfall, Meeting of the waters, Ladies View Aussichtspunkt. Von

               Killarney aus auf die Nordseite des Ring of Kerry zum Rossbeigh Beach. Übernachtung auf dem Campingplatz in Glenbeigh.

08 Tag:   Fahrt auf die Dingle Halbinsel, Halt beim Inch Beach und dann weiter nach Dingle. Bootfahrt durch die Bucht und anschließend über den Connor

               Pass auf die Nordseite der Halbinsel und weiter nach Tralee. Übernachtung auf dem Woodlands Campingplatz.

09 Tag:   Weiter Richtung Norden nach Tarbert und mit Fähre über den Limerick. Anschließend Loop Head und Cliffs of Moher. Übernachtung auf O'Connor's

               Riverside Campingplatz in Doolin.

10 Tag:   Doolin Cave und anschließend in den Burren National Park → Caherconnell Stone Fort und Poulabrone Megalithic Tomb, Blackhead

               Aussichtspunkt an der Küste. Stop bei Dunguaire Castle. Übernachtung auf dem O'Halloran's Caravan & Camping Park bei Galway.

11 Tag:   Fahrt von Galway zurück nach Navan und Rückgabe Camper. Übernachtung in Dublin im Isaaks Hostel.

12 Tag:   Dublin, Übernachtung am Flughafen.

13 Tag:   Rückflug nach Deutschland.

Bild: Burren National Park Irland

Wetter in Irland

Ja das Wetter ist recht wechselhaft auf der Insel und ja dazu gehört auch jede Menge Regen... das ganze Grünzeug wuchert da ja nicht umsonst so üppig. Aber genau so schnell wie schlechtes Wetter kommt ist es meist auch wieder weg. Oft bin ich z.B. bei schlechtem Wetter und Nieselregen losgelaufen um dann zwei Stunden später bei schönstem Sonnenschein mein Ziel zu erreichen. Gerade wenn viel Wind geht ziehen die Wolken schnell durch, so kann man aber auch nass werden obwohl man in der Sonne steht, weil der Wind den Regen aus der Wolke nebenan auf einen weht... Vom ersten Tröpfeln bis zum totalen Wolkenbruch vergehen auch oft nur Sekunden, da musste ich mich mehrmals schützend über meine Kamera werfen, die ich natürlich gerade für eine Langzeitbelichtung aufgebaut hatte. Fünf Minuten später war der Schauer dann vorbei und ich konnte Fotos machen, aber nur bis zur nächsten dunklen Wolke, da muss man oft schnell sein. Die angenehmste Reisezeit ist denke ich schon der Sommer, da es zumindest laut Statistik in den Monaten Mai bis Juli am wenigsten regnen soll. Aber ich weiß nicht wie viel man wirklich auf diese Statistiken vertrauen sollte, das Wetter

                                                                                                                    kommt halt hier wie`s kommt.


Bild: Spaceship Camper Irland

Auto, Bus oder Fahrrad??

Ja die Fahren auf der anderen Seite... und ja die Straßen sind WIRKLICH eng. Bei den Mietautos sind die Radkappen sogar meistens mit Kabelbindern festgemacht damit man sie nicht ständig verliert wenn man irgendwo aneckt... Und die linke Seite der Autos ist auch meist schon recht verkratzt und verbeult. Das liegt daran, dass die Landstraßen nicht wie hier zu Hause links und rechts ja meistens Wiese haben, sondern immer von Steinmauern oder üppigen Hecken begrenzt werden, die sogar zu richtigen Tunnel über der Straße wachsen können. Am Anfang ist die Fahrerei schon ein bisschen anstrengend und stressig, aber man gewöhnt sich recht schnell daran.

Für mich ist ein Mietwagen immer noch die beste Möglichkeit durchs Land zu reisen. Man ist unabhängig, kommt überall hin, kann bleiben so lange man will und ist nicht auf Fahrpläne und Routen angewiesen. Parkplätze gibt es eigentlich überall und sind auch in den Städten gut ausgeschildert.

Das Busnetz in Irland ist zwar gut ausgebaut, aber gerade zu den wirklich schönen Flecken an der Küste kommt man damit nicht. Zudem fand ich die Fahrkarten und Tarife recht teuer. Die ganz Harten reisen in Irland aber mit dem Fahrrad oder wandern einfach komplett zu Fuss. Da hab ich einige gesehen die sich bei strömenden Regen und/oder Gegenwind die Bergpässe hochgequält haben... Das ist mit Sicherheit die anstrengendste Art, allerdings sieht man so natürlich viel von Land!


Bild: Mizen Head

Der Wild Atlantic Way

Der sogenannte Wild Atlantic Way ist eine gekennzeichnete Küstenstrecke entlang der irischen Westküste und insgesamt 2500 Km lang ist. Er beginnt in Kinsale im Süden Irlands (in der Nähe von Cork) und endet im Norden in der Grafschaft Donegal.

Die Strecke führt wirklich zu den schönsten und abgelegensten Flecken an der Küste und ist mit blauen Schildern auf denen eine weiße Zickzack-Linie zu sehen ist ausgeschildert. Um wirklich die komplette Strecke ohne Hektik zu fahren sollte man locker 3 – 4 Wochen einplanen. Man kann sich aber natürlich auch nur einzelne Abschnitte raussuchen. Besondere Highlights sind z.B. die Cliffs of Moher, der Ring of Kerry, die Dingle Halbinsel und die Mizen Halbinsel. Im Südwesten rund um Killarney und dem Ring of Kerry sind natürlich viele Touristen, aber ich fand es hat sich immer recht gut verlaufen. Wer große Reisegruppen meiden will sollte am Besten morgens oder Abends bei den beliebtesten Sehenswürdigkeiten sein, da ist das Licht eh viel schöner.


Heritage Card

Die Heritage Card bietet ab dem Kaufdatum ein Jahr unbegrenzten und kostenlosen Zugang zu 95 Kulturstätten Irlands, die vom OPW (Office of Public Works) betrieben werden, also diverse Schlösser, Burgen, Parks, Museen, etc. Der Kaufpreis liegt bei 25 €, man kann die Karte an teilnehmenden Sehenswürdigkeiten oder in Touristen-Informationen kaufen.

Leider bin ich erst recht spät auf die Karte aufmerksam geworden, sonst hätte ich sie mir auf jeden Fall geholt. Die Eintritte in Irland sind zwar nicht so teuer, aber wenn man viel sehen möchte lohnt sich das auf jeden Fall. Gerade bei schlechtem Wetter flüchtet man ja gerne mal in ein Museum...


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