Reisebericht Island - Unterkünfte & Camping

Bild: Jökulsarlon Island

Hier findet ihr ein paar Infos sowie meine persönlichen Eindrücke zu den Campingplätzen und Gasthäusern bei denen ich wären meiner Reise übernachtet hab, damit ihr wisst worauf ihr euch einlasst :)

Meine erste kurze Nacht hab ich im AR Guesthouse verbracht, da der Flug recht spät Nachts angekommen ist und ich meinen Camper erst am nächsten morgen abholen konnte.

Die letzten zwei Nächte meiner Reise war ich im Guesthouse Flying Viking, um mir zum Schluss die Hauptstadt noch ein wenig anzusehen.

 

Stand dieser Informationen ist August/September 2014. Preise und Infos können sich inzwischen natürlich geändert haben!

 

Kleiner Tipp: Auf den Campingplätzen NIEMALS den Abflüssen in den Duschen zu vertrauen! Lasst nie was auf dem Boden stehen, auch nicht die Schuhe, wirklich gar nichts. Mir ist es mehr als einmal passiert dass das Wasser nicht richtig abgelaufen ist und der ganze Raum (und zum Teil auch der Vorraum) ca. 10 cm hoch unter Wasser stand...

 

AR Guesthouse, Reykjavík

Der Flybus vom Flughafen fährt einen hier bis direkt vor die Haustür. Das Guesthouse ist auf zwei Häuser aufgeteilt, die liegen aber direkt nebeneinander, ich war in dem Haus ohne Rezeption an der Ecke. Hier gibt es eine Gemeinschaftsküche, sowie für 2 ½ Etagen 2 größere Bäder und zusätzlich WC`s. Die Lage ist super zentral hinter dem Hafen, man kann alles problemlos zu Fuß erreichen.

Meine Nacht war kurz aber ruhig, hab tief und fest geschlafen. Das Zimmer war gemütlich und schön eingerichtet, ist wohl vor kurzem renoviert worden. Das Gemeinschaftsbad war sauber und … ja... ein Bad halt. Bei einem Gemeinschaftsbad kann mal das ein oder andere Haar rumliegen, is halt so. Wer eher Hotels gewöhnt ist wir hier vielleicht die Nase rümpfen, aber für Jugendherbergsverhältnisse ist es hier wirklich sehr sauber und aufgeräumt.

 

Guesthouse Flying Viking, Reykjavík

Das Flying Viking Guesthouse in Reykjavik habe ich für zwei Nächte ausgesucht um vor dem Rückflug noch etwas Zeit in der Hauptstadt verbringen zu können. Ich hatte ein ganz normales Zimmer mit Gemeinschaftsbad gebucht, hab aber ein kostenloses Upgrate auf ein kleines Apartment bekommen (größeres Zimmer mit Doppelbett, Küchenzeile, Esstisch und eigenem Bad).

Es war etwas schwierig das Haus zu finden, weil es wie ein ganz normales Wohnhaus aussieht, es gibt keine Beschriftung oder ein Schild das auf ein Guesthouse hinweist (es ist aber das Haus an der Ecke mit der grauen Wellblech–Verkleidung und den roten Fensterrahmen), die rote Eingangstür liegt in der Laufásvegur. Links neben der Tür ist ein kleines Tastenfeld. Hier gibt man den Code ein den man per E-Mail bekommen hat um die Tür zu öffnen. An der Innenseite der Tür befindet sich ein kleiner Korb mit beschrifteten Umschlägen in denen man seinen Zimmerschlüssel findet. Die Eigentümer sind wohl nicht oft hier, es gibt auch keine Rezeption im Haus. Aber man wird per Mail gut informiert und kann über das Tastenfeld vor der Tür auch beim Inhaber anrufen falls irgendwas ist. Mein Apartment hatte einen eigenen Eingang auf der anderen Seite des Hauses über den Hinterhof mit kleiner Terasse. Den erreicht man über eine rote schwere Metalltür um die Ecke in der Bókhlöðustígur.

Es war sehr sauber und mit Allem eingerichtet was man braucht. Nach drei Wochen im Camper war das Zimmer der reinste Luxus, so viel Platz, ein richtiges weiches Bett und so warm und windstill! Hab mich hier sehr wohl gefühlt und würde auch jederzeit wieder kommen.

Die Lage des Flying Viking ist echt super, man geht einmal über die Straße und ist direkt im Zentrum der Altstadt mit allen Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Bars, Geschäften, etc. Taxi oder Bus kann man sich sparen, man erreicht alles super zu Fuß.

Einziges Manko sind die Flugzeuge des Stadtflughafens von Reykjavík die direkt über das Haus fliegen. Aber es sind nur Kleinflugzeuge die auch nur tagsüber fliegen, Nachts ist es ruhig.

 

Happy Campers

Morgens wurde ich vom HappyShuttle direkt vom Guesthouse abgeholt und zu den HappyCampers gebracht. Liegen etwas außerhalb in der Nähe des Museumsbauernhofs Árbær

und sind mit den Öffentlichen wohl recht schlecht zu erreichen, deshalb bieten sie den Abholservice an, übrigens auch vom Flughafen (man sollte vorher per Mail angeben wann man wo abgeholt werden möchte).

Im Büro lief dann alles schnell und reibungslos, Übergabe des Campers, Erklärung wie alles funktioniert und natürlich bezahlen. Im Büro gibt’s dann noch ein Regal mit Sachen die andere Camper nicht aufgebraucht und dagelassen haben, also z.B. Küchenrolle, Gewürze, Zucker, Nudelpackungen, etc. Hier kann man sich bedienen und mitnehmen was man braucht. Ich find das super, wer verbraucht in zwei Wochen Urlaub schon einen ganzen Salzstreuer oder 1 Kilo Zucker? Und so wird wenigstens nichts weggeworfen.

Im Auto liegt ein kleines Heftchen in dem nochmal die Funktionen des Autos erklärt werden, z.B. Gaskartusche für den Kocher wechseln, Wassertank anschließen, etc. Zudem stehen hier diverse Notfall–Nummer drin, sowie die bekanntesten Sehenswürdigkeiten und wie man sie erreicht.

Ganz in der Nähe des Büros gibt es einen riesigen Kronan Supermarkt (ist auch im Heftchen eingezeichnet), in dem ich mich erstmal für die nächsten Tage eingedeckt hab. Einen Geldautomaten und eine Bäckerei findet man hier auch.

Man kann zusätzlich zu dem ganzen Zeug was man schon inklusive hat noch einiges Equipment dazu mieten, z.B. dicke Schlafsäcke, Campingstühle und Tische, Navis, einen Grill usw. Ich hab mir für 20 € noch einen Strom-Inverter dazu gemietet und mir einen Dreifachstecker von zuhause mitgenommen, so konnte ich Handy, Kamera, etc. gleichzeitig während der Fahrt laden und war nicht auf die überfüllten Steckdosen der Campingplätze angewiesen.

Die Decken die man bei der Buchung mit dazu bekommt sind ok (2 Kissen, 2 dünnere Bettdecken und noch 2 Fleece-Decken), aber ich war froh dass ich noch einen kleinen Schlafsack dabei hatte, teilweise waren es morgens nur um die 3°C im Auto (Anfang September)!

Ich war im Nachhinein wirklich froh mich für den Camper entschieden zu haben. Eine besser Möglichkeit gibt es für mich nicht die Insel zu entdecken (außer natürlich einem 4x4 Camper...). Man ist flexibel, muss nicht jeden Tag Zelt Auf - und Abbauen, ist geschützt vor Wind und Wetter, hat einen kleinen Kühlschrank, Herd und eine Heizung.

 

 

Camping Garðskagi

Am Kap von Garðskagi, am nordwestlichsten Punkt der Reykjanes Halbinsel im Süden Islands gibt es einen wunderschönen kleinen Campingplatz. Er liegt direkt zwischen den beiden Leuchttürmen am Meer. Man kann hier wunderbare Sonnenuntergänge erleben. Wohnmobile und Campingvans kann man direkt an der Kaimauer parken, Stromanschlüsse sind vorhanden. Zelte kann man auf den Rasenflächen aufbauen. Es gibt ein kleines Häuschen mit zwei Toiletten (mit warmen Wasser, Heizung und Steckdosen!) und einem großen Spülbecken für den Abwasch an der Rückseite. Duschen gibt es keine, aber es gibt ein Schwimmbad in Garður ca. 2 Km die Straße runter. Dafür ist der Campingplatz aber kostenlos!

Ich habe hier eine wunderbare Nacht verbracht. Ende August war hier nicht mehr viel los, maximal zehn Autos und Zelte. Ob es in der Hochsaison voller ist kann ich leider nicht sagen. Viele Leute kommen auch nur kurz hierher um den Sonnenuntergang zu fotografieren und fahren dann wieder.

Bei meinem nächsten Island Urlaub werde ich definitiv wieder hier übernachten!

Das Schwimmbad in Garður kostete 200 ISK Eintritt für Erwachsene. Im Sommer (01.06. - 25.08.) hat es unter der Woche von 7 – 21 Uhr geöffnet, am Wochenende von 10 – 16 Uhr. Im Winter unter der Woche von 7 – 9 Uhr und von 15 – 21 Uhr, am Wochenende von 10 – 17 Uhr.

 

Camping Geysir

Am Geothermalgebiet Haukadalur direkt neben dem Geysirfeld gibt es einen Campingplatz, die Einfahrt ist direkt an der Straße, man kann ihn nicht verfehlen. Mit meinem kleinen Campingvan hab ich 1500 ISK für eine Nacht bezahlt, duschen kostet 300 ISK zusätzlich, WiFi gibt es keines. Der Platz sieht schön aus, es gibt Bäume und schönen Rasen. Im Haus an der Straße ist das Büro, sowie ausreichend Toiletten und Duschen (die Duschen sind übrigens nur von 6 – 21 Uhr geöffnet, man hat keine zeitliche Begrenzung, das Wasser ist schön heiß).

Der gesamte Platz hat einen sauberen und ordentlichen Eindruck gemacht, ich würde hier jederzeit wieder übernachten. Toll ist dass man zu Fuss zum Geysir laufen kann. Auf der anderen Straßenseite hat tagsüber ein Restaurant / Cafe mit Souvenirladen und Info-Zentrum geöffnet.

 

Camping Hveragerði

Der Campingplatz in Hveragerði ist ausgeschildert, wenn man die Hauptstraße bei Kreisel nach hinten fährt biegt man nach ca. 800 Metern rechts in die Fljotsmörk ab, der Eingang ist am Ende der Straße. Mit HappyCamper hab ich 1150 ISK die Nacht gezahlt, duschen und WiFi ist inklusive.

Am Haupthaus gibt es eine offene aber überdachte Küche mit Sitzgelegenheit. Im Gebäude ist das Büro, sowie die Sanitäranlagen. Für Frauen und Männer gibt es aber jeweils nur eine Dusche und eine Toilette, gerade in der Hauptsaison kann das schon mal eng werden. Dafür war aber alles schön sauber und man kann zur Not auch auf eine Behinderten-Toilette ausweichen. Das Wasser in den Duschen ist wunderbar heiß, riecht aber ein bisschen schwefelig. Man kann so lange duschen wie man will. Neben dem Haus gibt es noch einen kleinen Spielplatz.

Die Lage hier ist gut, man kann alles zu Fuß erreichen, der Ort ist ja nicht so groß. Bis zum Einkaufzentrum am Ortseingang läuft man ca. 10 Minuten, zum Geothermal Park im Ort

ca. 5 Minuten.

 

Camping Vík í Mýrdal

Den Campingplatz von Vík hab ich erst sehr spät erreicht als es schon dunkel war. Er ist leicht zu finden, an der Hauptstraße weist ein Schild den Weg über eine kurze Seitenstraße in der Nähe der N1 Tankstelle.

Eine Übernachtung mit Van kostet 1300 ISK pro Person, duschen ist inklusive, WiFi kostet extra. In dem runden Gebäude ist das Büro untergebracht, sowie ein Aufenthaltsraum und die Sanitäranlagen. Es gibt bei den Damen nur eine Dusche aber ausreichend Toiletten und Waschbecken. Das Wasser zum Duschen war bei mir fast kalt, die Heizung hat nicht funktioniert, und da man die Tür nach draußen nicht richtig schließen konnte war es echt ziemlich kalt und zugig im Bad. Generell waren die Sanitäranlagen recht kaputt und heruntergekommen und auch alles andere als sauber. Die Raumdecke war total verschimmelt, also nicht nur ein paar schwarze Flecken sondern wirklich komplett schwarz von vorne bis hinten. In der Duschen startet man das Wasser über einen Lichtschalter an der Wand, man muss ca. alle 30 Sekunden aus der Dusche raus und das Wasser neu starten (dabei rutscht man dann am besten auch gleich mal auf den nassen Fliesen aus und bekommt dann einen Stromschlag vom Lichtschalter).

Man muss aber auch sagen, dass die Betreiber des Platzes wissen wie schlimm es um die Sanitäranlagen steht und für 2015 den Bau eines neuen Gebäudes geplant haben.

Mehr kann ich über den Platz hier gar nicht sagen, da ich wirklich nur zum duschen und schlafen hier war und am nächsten Tag gleich in der früh weiter musste um in Kirkjubæjarklaustur den Bus zu den Laki–Kratern zu erwischen.

 

Camping Skaftafell

Da der Campingplatz von Skaftafell ja in einem Nationalpark liegt und hier im Sommer immer viele Leute herkommen (auch Gruppen und Schulklassen) ist der Platz wirklich riesengroß. Anmelden kann man sich im Visitorcenter (großes Haus direkt am Parkplatz). Für eine Nacht zahlt man hier 1900 ISK pro Person, WiFi kostet extra.

Duschen kostet 500 ISK für 5 Minuten heißes Wasser. Man bekommt an der Anmeldung dann eine Chipkarte die man in der Dusche in einen kleinen Automat steck. Sobald man das heiße Wasser aufdreht sieht man die Zeit laufen, stopp man das Wasser stoppt auch die Zeit. Wem 5 Minuten nicht reichen kann natürlich auch zwei Karten kaufen und hat dann 10 Minuten. Diese Karten-System funktioniert auch für Trockner und Waschmaschine (jeweils 500 ISK). Vor dem Eingang zum Visitorcenter hängt ein Automat an dem man sich mit seiner Kreditkarte auch außerhalb der Öffnungszeiten Wertkarten holen kann (gute Idee, oft kommt man ja doch etwas später an). Auf der linken Seite des Hauptgebäudes findet man überdachte Tische und Waschbecken zum Spülen, einen Aufenthaltsraum gibt es nicht.

Die größeren Sanitäranlagen sind auch beim Hauptgebäude untergebracht, es gibt zwei große „Badezimmer“ (mit Dusche, Waschbecken und WC) sowie für Frauen und Männer nochmal extra einen großen Raum mit Toiletten und Waschbecken. In der Mitte und am Ende des Campingplatzes gibt es nochmal kleinere Gebäude mit Sanitäranlagen.

Generell war der Platz echt aufgeräumt, sauber und gut organisiert. Bei den Zeltplätzen stehen z.B. auf den Wiesen kleine Holzhütten mit Wäscheleinen um nasse Sachen trocknen zu können.

Für die die hier in Skaftafell wandern möchten ist der Campingplatz wirklich der ideale Ausgangspunkt, alle Wanderwege in die Umgebung starten hier. Überall hängen Karten mit Wanderwegen (die man sich mit dem Handy abfotografieren kann). Am Parkplatz gibt es diverse Tourveranstalter die z.B. Wanderungen auf den Gletscher anbieten.

 

Camping Höfn

Der Campingplatz von Höfn liegt kurz nach der N1 Tankstelle auf der linken Seiten wenn man in den Ort fährt. Man zahlt hier 1200 ISK pro Nacht und Person, es gibt WiFi aber das kostet extra. Bei der Rezeption gibt es noch einen kleinen Laden in dem man diverses Camping Equipment und ein paar Souvenirs und Lebensmittel kaufen kann. Im selben Gebäude gibt es eine kleine Küche mit Aufenthaltsraum (Tische, Stühle, Steckdosen, diverse Broschüren, Computer mit Internet) und Sanitäranlagen. In einem kleineren Nebengebäude gibt es nochmal Duschen, WC`s und Spülbecken. Für`s Duschen zahlt man 50 ISK pro zwei Minuten in einen Münzautomaten in der Dusche. Die verbleibende Zeit wird angezeigt, stoppt man das Wasser stoppt auch die Zeit.

Die Betreiber des Campingplatzes sind wirklich sehr nett und versuchen den Campern das Leben so angenehm wie möglich zu machen, z.B. kann man sein Handy oder die Kamera für 100 ISK über Nacht an der Rezeption laden lassen. Einen Föhn kann man sich auch ausleihen.

Vom Platz aus kommt man gut zu Fuss ins Zentrum, zum Hafen läuft man ca. 15 Minuten, einen großen Supermarkt erreicht man in 10 Minuten.

Ich würde wieder hierher kommen, der Platz war sauber und der Gemeinschaftsraum gut geheizt ;)

 

Camping Seyðisfjörður

Man fährt die Hauptstraße nach Seydisfjördur immer gerade aus bis man vom Hotel Aldan steht. Dort biegt man links ab und nimmt gleich wieder die erste Einfahrt auf der linken Seite. Schon steht man auf dem Parkplatz mit Hauptgebäude des Campingplatzes. Für eine Nacht zahlt man 1200 ISK pro Person, WiFi ist kostenlos! Das Duschen kostet 100 ISK für 1 ½ Minuten, es gibt einen Münzeinwurf in der Dusche. Das Hauptgebäude hat einen großen Aufenthaltsraum mit Küche. Die Sanitäranlagen sind auf der Rückseite des Gebäudes. Für Männer und Frauen gibt es jeweils zwei Duschkabinen und Toiletten die sehr sauber und noch relativ neu waren.

Vom Campingplatz aus kann man alles im Dorf gut zu Fuß erreichen.

An den Tagen an denen die Fähre hier anlegt kann es denke ich schon mal etwas voller werden, aber der Platz ist eigentlich groß genug.

 

Camping Bjarg (Mývatn)

Der Campingplatz Bjarg liegt in Reykjahlíð direkt an der Kreuzung der Ringstraße 1 mit der 848. Schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite ist die Touri-Info, eine N1 Tankstelle und ein Supermarkt. Der Platz liegt absolut traumhaft direkt am See, man kann sein Zelt direkt am Ufer aufbauen. Überall stehen Picknick-Tische, Ruderboote liegen am See, der Campingplatz ist definitiv der idyllischsten auf dem ich während meines Aufenthaltes war.

Die Rezeption ist im Hauptgebäude wenn man von der Straße aus abbiegt. Pro Nacht zahlt man 1500 ISK pro Person, duschen ist inklusive, es gibt kein WiFi. Unterhalb des Haupthauses steht ein Küchenzelt mit Aufenthaltsraum, es gibt aber noch weitere Abspülmöglichkeiten auf dem Platz. Ein Haus mit Sanitäranlagen steht neben der Rezeption, ein weiteres auf der großen Wiese. Frauen und Männer sind hier nicht getrennt sondern teilen sich Toiletten und Duschen.

Das heiße Wasser ist hier wegen der geothermalen Aktivität in der Gegen wirklich seeeeehr schwefelig, da kostet das Zähneputzen schon Überwindung. Trotzdem ein toller Campingplatz, hier hat man einen super Ausgangspunkt für alle Aktivitäten rund um den See. Und keine Angst vor den Mücken, die sind zwar reichlich vorhanden aber es sind KEINE Stechmücken!

 

Camping Akureyri

Der Campingplatz in Akureyri hat eine gute Lage um zu Fuss ins Zentrum zu kommen, man läuft nur ca. 8 Minuten zu den Hauptstraßen mit allen Geschäften. Er ist gut ausgeschildert, man fährt vom Ufer des Fjords aus die Hauptstraße durchs Zentrum nach hinten, an der berühmten Kirche und am Schwimmbad vorbei und biegt dann hinter dem Icalandair Hotel links auf einen Parkplatz. Dort ist die Einfahrt für den Campingplatz. Ein Samkaup Supermarkt ist auch gleich um die Ecke in der Byggðavegur hinter dem Campingplatz.

Pro Person zahlt man für eine Nacht 1150 ISK, duschen ist inklusive. WiFi gibt es hier nicht aber diverse Cafes und Geschäfte in der Stadt haben welches.

Einen überdachten Koch – und Essbereich gibt es vorne beim Hauptgebäude, dort ist auch ein Spielplatz und die Sanitäranlagen. Die waren ok, es gibt ausreichend Toiletten und Waschbecken aber nur eine Dusche bei den Frauen. Die Sauberkeit war auch Ordnung.

Etwas außerhalb der Stadt beim Flughafen gibt es noch einen zweiten Campingplatz.

 

Camping Hólmavík

Fährt man von Süden aus kommend nach Hólmavík befindet sich der Campingplatz direkt am Ortseingang schräg gegenüber der N1 Tankstelle, neben dem Schwimmbad. Es gibt kein Hauptgebäude mit Rezeption, man meldet sich im Schwimmbad an und bezahlt auch hier (1000 ISK pro Nacht und Person). Auf dem Platz gibt es zwei kleine Häuschen mit je zwei Toiletten und einem Spülbecken an der Rückseite. Duschen gibt es keine aber man kann für 500 ISK Eintritt das Schwimmbad nebenan nutzen (geöffnet von 9 – 21 Uhr).

Einen kleinen Supermarkt gibt es gegenüber bei der Tankstelle, ins Zentrum läuft man ca. 15 Minuten, z.B. zur Info oder zum Museum of Icelandic Sorcery & Witchcraft.

Der Campingplatz ist klein und bietet keinen besonderen Luxus, aber es gibt alles was man braucht.

 

Camping Breiðavík (Látrabjarg)

Zum Campingplatz gehört noch ein Hotel, man meldet sich an der Rezeption an. Es gibt ein Restaurant das Frühstück und den ganzen Tag warme Gerichte anbietet (auch Snacks, ist nicht so teuer). Er liegt direkt an der 612, man kann ihn gar nicht verfehlen. Direkt zur Klippe nach Látrabjarg fährt man noch ca. 11 Km von hier.

Man zahlt hier als Camper zwar 1900 ISK pro Person und Nacht dafür ist aber Duschen inklusive, es gibt kostenlosen WiFi, Waschmaschine und Trockner stehen ebenfalls frei zur Verfügung. Im Erdgeschoss des Hotels gibt es links neben der Rezeption eine große voll ausgestattete Küche nur für die Camper, daneben nochmal einen großen Aufenthaltsraum und daneben nochmal ein Bad mit vier Duschen. Draußen gibt es aber auch einen nagelneuen Sanitärcontainer mit WC`s und Duschen. Hier hängen sogar richtige weiche und frische Handtücher zum Hände abtrocknen an den Waschbecken! Und in der Dusche hängt so ein kleines Heizöfchen an der Wand damit man nicht friert! So ein Luxus und das Mitten in der Pampa!

Die Hotelbar und das Restaurant darf man als Camper natürlich auch nutzen, da gibt es nochmal kostenlos Tee und Kaffee rund um die Uhr. Es meckert auch keiner wenn man Abend oder bei schlechtem Wetetr im Restaurant sitz und sich nur am Tee wärmt und nichts bestellt, Abends hat sich der ganze Campingplatz hier versammelt (also 6 Leute, es war eine seeeeehr stürmische und kalte Nacht).

Hinter dem Sanitärcontainer geht übrigens ein Weg zu dem wunderschönen hellen Sandstrand. Da kann man wirklich schöne Sonnenuntergänge sehen.

Auf dem Weg zur Vogelklippe liegt noch ein anderer kostenloser Campingplatz direkt am Meer. Hier gibt es nur ein kleines Häuschen mit WC und Spülbecken, kein Licht und nur kaltes Wasser. Man schläft hier zwischen den Ruinen eines alten Fischerdorfs, die Reste der Hütten kann man noch sehen.

 

Camping Stykkishólmur

Kommt man mit der Fähre in Stykkishólmur an beginnt der Run auf den Campingplatz, jeder will der Erste sein. Dabei ist der Platz wirklich groß genug für alle. Fährt man mit dem Auto in das Dorf ist der Platz auf der rechten Seite bei der AQ Tankstelle, man kann ihn von der Straße aus sehen. Die Rezeption teilt man sich mit dem Golfplatz. In dem Gebäude gibt es auch einen kleinen Aufenthaltsbereich, Waschmaschine, Trockner und Toiletten. Auf dem Platz gibt es noch ein nagelneues Haus mit Sanitäranlagen, sehr groß, sehr hell, sehr sauber. Also bin ich mit meinem Duschzeug Abends hin und hab die Duschen gesucht... und gesucht... hmm, keine Duschen, kann doch nicht sein, so ein Mist! Als ich das Haus dann nochmal umrundet hab sind mir zwei kleine Kabinen an der Außenwand aufgefallen, die Duschen! Jetzt kann man natürlich romantisch sein und sagen, oh toll Open-Air-Duschen unter dem Sternenhimmel! Aber bei 5°C, Wind, lauwarmen Wasser, nacktem Betonboden und ohne Licht hört bei mir die Romantik auf...

Ein schöner Platz ist es trotzdem, hier hab ich die ersten Polarlichter gesehen!

Zum Hafen läuft man zu Fuß ca. 10 Minuten und kommt dabei an einem Bonus-Supermarkt und vielen Restaurants vorbei. Gezahlt hab ich 1000 ISK die Nacht, duschen inklusive, haha.

 

Camping Borgarnes

Kommt man von Norden liegt der Campingplatz ca. 500 m nach dem Kreisel auf der rechten Seiten direkt am Wasser, am Straßenrand steht ein Schild. Der Platz ist relativ klein und schlicht, hat aber alles was man braucht. Es gibt zwei kleine Häuschen mit Toiletten und einer Dusche mit wirklich endlos heißem Wasser. Eine Rezeption gibt es nicht, ein paar mal am Tag kommt jemand vorbei und kassiert ab (950 ISK pro Person die Nacht). Man kann sich aber auch an der Jugendherberge anmelden, von der wird nämlich der Campingplatz betrieben. Bei Problemen kann man sich auch dort melden. Als ich da war hat bei der Dusche ein Fenster in der Tür gefehlt, so dass es ziemlich kalt drin war. Aber keine 15 Minuten nachdem jemand in der Jugendherberge angerufen hat kam ein Mitarbeiter auf dem Roller angefahren und hat die Tür repariert. Alles wunderbar!

In meinem Straßenatlas (Kortabók) war ein Stück weiter südlich nach der Brücke noch ein Platz eingezeichnet, aber den gibt es inzwischen nicht mehr!

 

Camping Hafnarfjörður

Der Campingplatz von Hafnarfjörður war irgendwie nicht so leicht zu finden, ich bin aber auch nicht der Ausschilderung gefolgt sondern meinem Kortabók. Er liegt nördlich des Stadtkerns in der Flókagata neben dem Lavahostel und dem Park Víðistaðatún. Kommt man von Norden über die 40 biegt man im Kreisel nach dem Taco Bell nach recht in die Flatahraun und folgt dieser bis zu einer großen Kreuzung mit einem Kronan auf der rechten Seite. Man fährt geradeaus weiter in die Hraunbrun und folgt dieser bis man rechts in die Flókagata abbiegt. Von da aus sind es dann noch ca. 300 m zum Campingplatz. Die Anmeldung hatte um 17.00 Uhr schon zu als ich da war. Im Lavahostel nebenan hieß es ich soll mich einfach auf den Platz stellen, am nächsten Tag würde jemand kommen. Na gut. Da am nächsten Tag bis 10 Uhr immer noch niemand da war und ich weiter musste war diese Nacht für mich umsonst.

Auf dem Platz gibt es neue Häuschen mit Sanitäranlagen und Abspülmöglichkeiten, alles sehr sauber und endlos heißes Wasser. Die Küche und einen Aufenthaltsraum von Lavahostel darf man mitbenutzen. An dessen Rezeption bekommt man auch ein bisschen Kartenmaterial und Infos. Der Platz ist wirklich sehr schön gelegen, man campt fast wie in einem Park. Zu Fuss läuft man ca. 15 Minuten ins Stadtzentrum.

 

Hütte Landmannalaugar

Wer in Landmannalaugar übernachten will hat die Wahl zwischen Campingplatz und der Hütte. Der Campingplatz ist nicht begrünt, man schläft also auf dem steinigen Boden, das sah nicht sehr bequem aus... und da ich ja kein Zelt dabei hatte habe ich eine Nacht in der Hütte gebucht. Hier sollte man auf jeden Fall rechtzeitig reservieren, spätestens zwei Monate vorher! Buchen kann man indem man dem isländischen Wanderverein einfach eine Mail schreibt (fi@fi.is), mit der Anzahl der Nächte, Personen usw. Wenn man mit Kreditkarte gezahlt hat bekommt man per Mail einen Buchungs-Voucher zugeschickt, den man dann beim einchecken an der Rezeption vorzeigt. Man bekommt dann einen Schlafraum zugewiesen in dem man sich dann seinen Platz selber aussuchen kann (unbedingt Oropax mitnehmen!). Toiletten und Duschen sind nicht in der Hütte sondern in einem extra Gebäude das man sich mit dem Campingplatz teilt. Duschen kostet 500 ISK für 5 Minuten, Münzen kann man an der Rezeption wechseln. Die Hütte hat eine große und gut ausgestattete Küche, Geschirr, Töpfe etc. kann man alles benutzen. Schlafsack, Handtücher etc. muss natürlich selber mitgenommen werden. Genauso wie Essen und alles was man so braucht für den Aufenthalt. Es gibt zwar einen kleinen „Supermarkt“ in einem alten Bus neben dem Campingplatz, aber der hat halt nur ein kleines Angebot (u.a. aber frische Sandwiches, Kaffee, Tee und Kuchen). In einem kleinen Container kann man nach dem Auschecken noch sein Gepäck aufbewahren bis Mittags der Bus zurück geht.

Für die Camper gibt es auf dem Gelände noch einen überdachten aber offenen Koch – und Essbereich.

Ach ja, und unbedingt Badesachen mitnehmen! Neben der Hütte gibt es eine heiße Quelle die unter dem Lavafeld rauskommt. Je näher man im Wasser an die Quelle rückt desto heißer (also wirklich knallheiß!) wird es.

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